Die Kunstwerke entstehen (Fotos Matthias Hilpert):

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Das Abschlussfest am Sonntag (Fotos Dieter Schäuble):

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Konzert Pulsar Trio (Fotos Dieter Schäuble):

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Beim sechsten Heubacher Fest öffneten wir unseren Hof für vier Tage: Fünf Künstler arbeiteten vor Ort und ließen die Besucher unmittelbar an ihren Ideen und Entstehungsprozessen teilhaben. Den musikalischen Abschluss gestaltete das Pulsar Trio aus Potsdam.

Jeder der beteiligten Künstler setzte dabei ganz eigene Akzente. Besonders viel Aufmerksamkeit zog die Installation der ANRA-Brüder Ralph und Andreas Hilbert auf sich. Unter dem Titel „Trashshooting Art Action“ entstand ein Werk, das Waffen ihrer eigentlichen Funktion entzieht und sie als kreative Werkzeuge neu interpretiert. Die auffällige Installation versteht sich als kritischer Kommentar zu Krieg, Gewalt und Aufrüstung, gleichzeitig aber auch als Plädoyer für Nachhaltigkeit: Sämtliche Elemente bestehen aus gesammelten und recycelten Materialien. Höhepunkt war eine Mitmachaktion, bei der ausgewählte Besucher unter kontrollierten Bedingungen mit Farbe gefüllte Behälter beschießen und so selbst Teil des künstlerischen Prozesses werden konnten. Die Arbeit versteht sich zugleich als Hommage an die Aktionskunst von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.

Einen völlig anderen Zugang wählte Bernd Salfner. Aus Drahtgeflecht und schillernden Kunststofffolien ließ er vier filigrane Figuren aus dem Boden wachsen, die zusammen eine Familie bilden. Je nach Lichteinfall schimmern die transparenten Oberflächen in wechselnden Farben und verleihen den Skulpturen eine überraschende Leichtigkeit.

Wolfgang Mussgnug verwandelte das Heubacher Bauernhaus selbst in ein Kunstwerk. Mit Pinsel und Farbe schuf er einen umlaufenden Fries aus rätselhaften Zeichen, Symbolen und ornamentalen Formen, die zum Entdecken und Interpretieren einluden. Viele Besucher umrundeten das Gebäude mehrfach und fanden immer wieder neue Details.

Auch Josef Briechle überraschte mit einer neuen Richtung. Statt seiner bekannten monumentalen Baumstämme präsentierte er diesmal farbig gestaltete Holzreliefs, die er mit der Kettensäge ausarbeitete und anschließend mit Draht in die Bäume hängte. Trotz des Materialwechsels blieb er seinem künstlerischen Leitgedanken treu: Holz durch Strukturen und Transparenz leicht und filigran erscheinen zu lassen.

Den musikalischen Abschluss übernahm diesmal das Pulsar Trio, das mit seiner ungewöhnlichen Besetzung um die Sitar für einen ganz eigenen Klang sorgte. Jazz, Weltmusik und freie Improvisation verbanden sich zu einem facettenreichen Konzerterlebnis, das perfekt mit dem Kunstsymposium harmonierte. Das Publikum feierte das ungewöhnliche Trio mit lang anhaltendem, stürmischem Applaus.